Eine Reise ins Sloughi-Land
Welcher Sloughi-Liebhaber wünscht es sich nicht, diese Rasse in
ihrem Ursprungsland zu erleben. Auch bei uns bestand dieser
Wunsch bereits seit langem. Doch, wo fährt man hin? Der Sloughi
wird in seiner Heimat immer seltener und von der Landbevölkerung
im Verborgenen gehalten. Die Wahrscheinlichkeit ihm als Tourist
zu begegnen, ist sehr gering. Es gelang uns Kontakt zu einem
marokkanischen Züchter aufzunehmen. Nach einigen Emails
erhielten wir eine Einladung, die wir gerne angenommen haben.
Obwohl der Zeitpunkt für eine Reise sehr kurzfristig und nicht
gerade optimal für uns war, saßen wir nun im Flugzeug nach Fes.
Am Ziel angekommen, wurden wir bereits von unserem Gastgeber und
seinem Sohn erwartet. Die Reise ging weiter mit dem Auto nach
Meknes. Wir erhielten die Einladung im Haus des Gastgebers zu
wohnen. Da wir nicht unhöflich sein wollten, stornierten wir das
schon in Deutschland gebuchte Hotel und nahmen die Einladung an.
So konnten wir die marokkanische Gastfreundschaft, die arabische
Kultur und das Zusammenleben mit dem Sloughi in seiner Heimat
hautnah miterleben.
In den folgenden Tagen bekamen wir einiges geboten. Wir
besuchten so manchen Sloughihalter und –Züchter, von denen wir
herzlich empfangen wurden. Voller stolz präsentierten sie uns
ihre Sloughis und posierten vor der Kamera. Wir waren begeistert
von der Gastfreundschaft. Überall wo wir hin kamen lief das
gleiche Ritual ab. Nach der Händewaschung wurde Pfefferminztee,
Fladenbrot, Butter und Honig gereicht.
Die meisten Sloughis, die wir zu Gesicht bekamen, waren
sandfarben mit oder ohne Maske. Auch sahen wir einige gestromte
Exemplare, jedoch keine mit schwarzem Mantel. Einige von Ihnen
waren besonders edel und typvoll und ließen unsere Herzen höher
schlagen. Wir waren begeistert von dem freundlichen und
aufgeschlossenen Wesen der Sloughis, denen wir begegnet sind.
Wir haben auf dieser Reise viele faszinierende Eindrücke
gesammelt, interessante Erfahrungen gemacht und neue Freunde
gewonnen. Es war mit Sicherheit nicht unsere letzte Reise nach
Marokko, denn unseren nächsten Wurf planen wir mit einem
marokkanischen Rüden.
P.S.: Herzlichen Dank an Tinchen, ohne deren Einsatz diese Reise
ins Wasser gefallen wäre.